Systemische Therapie
 

Die systemische Therapie ist seit 2022 von der Kassenärztlichen Vereinigung als weiteres Richtlinienverfahren neben der Psychoanalyse, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der Verhaltenstherapie anerkannt und wird somit von allen gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt.

Systemische Therapie gilt als evidenzbasiert, besonders wirksam ist sie bei familiären oder partnerschaftlichen Konflikten und chronischen Problemen.

Im Fokus der Systemischen Therapie stehen Beziehungen zu bedeutsamen Anderen in der Herkunftsfamilie, der Gegenwartsfamilie und in sozialen Systemen (z.B. Arbeitsbeziehungen) sowie auch eingebettet in gesellschaftliche Kontexte.

Neben der Einzeltherapie wird in der Systemschen Therapie gerne im Merhpersonensetting gearbeitet, um die Multiperspektiven nicht nur imaginär, sondern real im Raum zu haben. Dazu gehören: der Einbezug von Familienmitgliedern, z.B. Kinder, Partner, ganze Familien

Systemische Therapie nutzt eine Vielzahl von Methoden zur Erweiterung der Perspektiven auf Systeme und / oder die Umgebung. In der Einzel- Gruppen- oder Paartherapie werden erlebnisaktivierende Arbeitsformen eingesetzt:

  • Visualisierungen (Genogramm, Soziogramm, Skizzen)

  • Symbolisierungen (Arbeit mit Symbolen, Verkörperung im Raum)

  • Körper / Embodiment

  • Szenische Arbeitsformen (Familien- und Systemaufstellungen mit Figuren oder mit Stellvertretern, Familienskulptur, Rollenspiel, Stuhldialog)

Systemische Gruppentherapie
 

Fokus: Beziehungen, Kommunikation und Interaktion innerhalb der Gruppe…

Die Gruppe ermöglicht.…

  • Erfahren, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist,
  • Austausch mit Gleichgesinnten
  • Vielfältige Perspektiven:
  • Rückmeldung von mehreren Menschen ermöglicht neue Einsichten.
     

Setting: mindestens 3 bis maximal 9 Gruppenmitglieder unter der Leitung einer Therapeutin.

Metaanalysen zeigen, dass Gruppentherapien ebenso wirksam sein können wie Einzeltherapien, insbesondere bei sozialen Ängsten, Depressionen und Beziehungsproblemen (Yalom 1995). Die Kombinationsbehandlung Einzel- und Gruppentherapie verbindet die Vorteile beider Verfahren.

Aufstellungen. Familien- und Systemaufstellungen
 

Die Methode der Aufstellungsarbeit bietet Gelegenheit, Anliegen aus den Bereichen persönliche Entwicklung, Partnerschaft und Familie, Gesundheit, Geld und Beruf zu klären. Durch räumliche Anordnung der beteiligten Personen, Institutionen, Werte oder inneren Anteile werden Zusammenhänge direkt sichtbar und erlebbar. Die Aufstellungsarbeit ist eine Möglichkeit, für scheinbar unlösbare oder heikle Problembereiche neue wirkungsvolle Lösungen zu finden. Aufstellungen sprechen eine eigene Sprache und ermöglichen tiefe Erfahrungen.

Ich arbeite in Einzelarbeit oder in Gruppen:

Die Aufstellungen in Einzelarbeit mit Symbolen (Bodenanker, Figuren) bieten den Vorteil, sich den Themen langsam zu nähern und eigene Prozesse schrittweise zu betrachten.

Die Aufstellungen in Gruppen haben eine stärkere Dynamik und führen durch die Stellvertreter oft in tiefere emotionale Prozesse.